Tagungsergebnisse:

Krems: 03./04.11.2006

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Tagungsergebnisse:

Salzburg: 21./22.4.2006

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RoundTable 1 - Freitag
RoundTable 2 - Freitag
RoundTable 3 - Samstag

Tagungsdaten:

Salzburg: 21./22.4.2006, Krems: 03./04.11.2006

Die Tagung „Be aware of the Media“, veranstaltet vom Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien in Kooperation mit der Aktion Film Salzburg, versammelt österreichische ExpertInnen aus Wissenschaft und praktischer Medienarbeit, um sich dem Thema der Einbindung von Medien in Gesellschaft und Bildung sowohl aus historischer als auch aktueller Sicht anzunähern. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen, werden einerseits medienerzieherische Positionen der letzten Jahrzehnte reflektiert, aktuelle Forschungsansätze und Anwendungsgebiete aufgezeigt und spannende Medienprojekte präsentiert.

Mal sind es Computerspiele, dann ist es das Internet oder „der Computer“ im Allgemeinen: In regelmäßigen Abständen wird in Studien oder auf Kongressen auf die scheinbar negative Macht der „neuen Medien“ hingewiesen. Eltern und LehrerInnen werden aufgerufen vor allem Kinder und Jugendliche vor diesen Gefahren zu schützen. Genau dieselben Diskussionen wurden schon in den 1950iger Jahren geführt, nur waren es damals Film oder Comics, die die Gemüter erregten. Die Argumentationen der GegnerInnen waren allerdings beinahe wortwörtlich dieselben: Verdummung oder gar Kriminalisierung drohen bei übermäßigem Medienkonsum.

Wie in einer Endlosschleife wird jedes neue Medium zunächst dämonisiert, dann in das Erziehungs-, Berufs- und Alltagsleben aufgenommen, und nach dem Erscheinen des nächsten Mediums zum „guten Medium“ erklärt.

Andererseits wird heute „Medienkompetenz“ als unverzichtbare Grundkompetenz in unserer Gesellschaft angesehen, „E-Learning“ – als aktuellste Ausprägung der Medienpädagogik – momentan oft unreflektiert gehypt. Weblogs und offene Kanäle, als neue Formen der Medienpartizipation, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Das Bestreben, Medien als Mittel zur Erziehung oder Bildung anzuwenden, geht also mit dem Erscheinen eines jeden neuen Mediums einher, trotzdem ist auch heute noch die Medienpädagogik keine klar ausdefinierte Disziplin, sondern wird sowohl an Universitäten, als auch in der praktischen Medienarbeit an Schulen oder außerschulischen Institutionen unterschiedlich interpretiert. In der Praxis kommen medienerzieherische Konzepte vor allem in den Schulen zur Anwendung bzw. findet „Empowerment durch Medien“ vor allem in Sozialprojekten mit Jugendlichen statt.

Die Tagung versammelt nun österreichische Positionen zum Thema, um einen Überblick über unterschiedlichen Zugänge zu schaffen und Neubewertungen medienpädagogischer Aktivitäten zuzulassen.

Themenbereiche der Tagung:

  • historische medienerzieherische Arbeit in Österreich.
  • aktuelle Konzepte und Forschungsansätze der Medienpädagogik/Medienbildung: Medienpädagogik und Sozialarbeit, Visual Literacy, Cultural Studies und Medienbildung, kulturelle Medienbildung.
  • gesellschaftliche Trends und deren Implikationen für die Medienerziehung/Medienbildung: Medienpartizipation, Gender und Medien, Mediensozialisation, Jugendkulturen und Lernkulturen.
  • aktuelle Konzepte und Forschungsansätze der Mediennutzung für Lern- und Lehrprozesse: Bildungstheorien der Medien, informelles bzw. kooperatives Lernen mit neuen Medien, handlungsorientiertes Lernen, Gamebased Learning, ePortfolios.
  • Theorie und Praxis von Medienarbeit: Schulische Medienarbeit, Medien und außerschulische Jugendarbeit, Empowerment durch Medien, Kulturvermittlung mittels neuer Medien.

Zielgruppe:

Lehrende an Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, MedienpädagogInnen, SozialpädagogInnen, ErwachsenenbildnerInnen, Studierende